Für die Zukunft bestens gerüstet

W&H wurde 1890 gegründet und setzte als erster europäischer Hersteller mechanisch betriebener Hand- und Winkelstücke bereits damals innovative Akzente. Inzwischen blickt der österreichische Hersteller mit Sitz in Bürmoos bei Salzburg auf ein umfangreiches Produktportfolio mit zahlreichen patentierten Systemen in den Bereichen der Prophylaxe, restaurativen Zahnheilkunde, Endodontie, Chirurgie, Parodontologie und Implantologie sowie dem
wichtigen Bereich der Hygiene.


Interview zum 125-jährigen Firmenbestehen

Marianne Steinbeck, Projektmanagerin des BDIZ EDI konkret, sprach zum
125. Jubiläum mit Unternehmer und Geschäftsführer Dipl. Ing. Peter Malata, mit dessen Familienname W&H seit 1958 untrennbar verbunden ist.

Peter Malata
W&H Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Peter Malata

Woher gewinnen Sie die Impulse für Ihre Innovationen?

Malata: Wichtigster Impulsgeber ist natürlich der Endanwender. Eine enge Zusammenarbeit mit Key Opinion Leadern steht daher an erster Stelle. Anwenderbedürfnisse zeitgerecht erkennen und mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung sowie den neuesten Forschungsergebnissen zu kombinieren, macht es uns möglich, innovative Lösungen anzubieten. Ein Beispiel dafür ist unser neues Chirurgiegerät Piezomed. Wir beschäftigen uns schon lange mit Piezotechnologie. Durch die enge Kooperation mit international renommierten Anwendern ist es uns gelungen, die bestehende Technologie soweit zu verfeinern, dass sich das Gerät in seiner Präzision deutlich von bisherigen Modellen im Markt unterscheidet. Gemeinsam mit den Impulsen der Endanwender ist es unsere Ambition, den Arbeitsalltag in Dentalkliniken und -praxen zu erleichtern und schwierige Behandlungssituationen maßgeblich zu unterstützen.

Für unsere Leser sind neben den Hand- und Winkelstücken und Ihrem Hygieneangebot natürlich tatsächlich Ihre Chirurgiegeräte Implantmed, Elcomed und Piezomed besonders interessant. Wo sehen Sie die Vorteile Ihres Angebots?

Malata: Entscheidend ist die hohe Zuverlässigkeit unserer Produkte: bei chirurgischen Prozessen geht es um höchste Präzision – von Mensch und Maschine. Kundenwünsche, die wir gemeinsam mit den Anwendern spezifizieren, können wir durch die enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion am Standort Bürmoos gezielt umsetzen und damit rasch kundenorientierte Produkte am Markt bereitstellen.

In Zeiten immer größer werdender globaler Firmenzusammenschlüsse – welche Chance geben Sie sich als Familienunternehmen?

Malata: Global zu agieren und gleichzeitig ein Familienunternehmen zu bleiben, steht bei uns in keinem Widerspruch. Mittlerweile zählt W&H mehr als 1000 Mitarbeiter weltweit, zusätzlich verfügen wir über ein langjährig gewachsenes Partnernetz, das den gesamten Globus umspannt. Als Familienunternehmen ist es uns möglich, nachhaltige und faire Beziehungen zu pflegen. Das sind Werte, die als Antwort auf eine zunehmende Anonymisierung und Globalisierung umso begehrter werden.

Zahnärzte, besonders im semi-kritischen und kritischen Bereich tätige, verzweifeln ein wenig an ausufernden Hygienevorschriften – Ihnen kann das wiederum nur recht sein …

Malata: Auch hier ist unser Ziel, den Alltag von Zahnärzten zu erleichtern. Wir sehen uns dabei als verlässlicher Partner, der optimale Problemlösungen bietet. Mit unseren Hygieneprodukten wie den Lisa-Sterilisatoren oder unserem Reinigungs- und Pflegegerät Assistina wollen wir den Anwender bei der Umsetzung modernster Hygienekonzepte bestmöglich unterstützen. Was immer auf ihn zukommt – mit uns ist er bestens auf sämtliche Anforderungen vorbereitet.

Besten Dank, Herr Malata, für Ihre Zeit und dieses Gespräch!

Quelle: BDIZ EDI konkret 03/15