Sterilisieren in Rekordzeit

Zeit ist Geld – das spüren Zahnarztpraxen immer öfter. Doch wie schafft man den Spagat zwischen effizientem, zügigen Arbeiten und intensiver Patientenbetreuung? Ohne moderne Technik und ein zeitgemäßes Praxismanagement ist das kaum möglich.

Die Digitalisierung und Automatisierung hilft, Abläufe zu optimieren, egal ob bei der Behandlung, im Patientenmanagement oder bei der Praxishygiene. Müssen Arbeitsschritte nicht mehr manuell durchgeführt oder dokumentiert werden, können sich Zahnarzt und Team wieder mehr Zeit für den Patienten nehmen.

Quelle: ZWP 11 / 2015
Autoren: Jenny Hoffmann, Oemus Media AG

Wachsender Verwaltungsaufwand und strengere Hygienerichtlinien stellen Zahnarztpraxen heute inhaltlich, aber auch zeitlich vor große Herausforderungen. Das Mehr an Arbeitszeit, das für administrative oder dokumentarische Aufgaben aufgewendet wird, muss entweder zusätzlich geleistet werden oder fehlt letztendlich für die Arbeit am Patienten. Damit sind weder Patient noch Praxisteam zufrieden. Sinnvoll ist es deshalb, sich strukturell und technisch so aufzustellen, dass wieder ausreichend Zeit für die eigentliche Behandlung zur Verfügung steht.

Digitale Grundpfeiler

Neben innovativen Methoden wie Panoramaröntgen oder digitaler Abformung ist es besonders die Vernetzung „hinter den Kulissen“, von der die Praxis im Tagesgeschäft profitiert. Sicherlich ist nicht jede Anwendung für alle Praxen gleich sinnvoll, doch es gibt grundlegende Digitalisierungsprozesse, auf die zukunftsgewandte Teams nicht verzichten sollten. Dazu gehört die virtuelle Patientenakte. Auch wer Stift und Papier liebt, wird die einfachen und schnellen Verknüpfungs-, Speicherungs- sowie Archivierungsmöglichkeiten am PC zu schätzen wissen.

Weiteres prädestiniertes Einsatzfeld ist die Instrumentenaufbereitung. Hier bieten digital verknüpfte Geräte nicht nur Effizienz, sie reduzieren auch potenzielle Fehlerquellen und gewährleisten eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Ein gutes Beispiel, wie die optimale Digitalisierung des Hygieneprozesses aussehen kann, liefert das Unternehmen W&H. Der Traditionshersteller aus Bürmoos entwickelt seit 125 Jahren Instrumente und Geräte, die sich nach den Bedürfnissen von Zahnärzten und Fachpersonal richten. Mit seinem breiten Hygienesegment inklusive der jüngsten Produktinnovation, dem Sterilisator Lisa, ermöglicht W&H Zahnarztpraxen einen echten Vorsprung.

Intelligente Reinigung

Schon beim ersten Schritt der Instrumentenaufbereitung zeigen sich die Vorteile automatisierter Methoden: Da Turbinen, Hand- und Winkelstücke heute sehr filigran und kleinteilig aufgebaut sind, wird bei der manuellen Reinigung das Personal, unter Verwendung von teuren Verbrauchsmaterialien, zeitlich stark gebunden. Das Reinigungsergebnis ist dabei naturgemäß von Mal zu Mal unterschiedlich. Mithilfe des Aufbereitungsgerätes Assistina 3x3 von W&H lässt sich hingegen eine konstante, sichere und effiziente Reinigung sowie Pflege realisieren. Per einmaligem Knopfdruck wird der komplette Vorgang gestartet.

Das Gerät prüft automatisch, wie viele Instrumente eingebracht wurden und passt seine Funktionen entsprechend an. Flüssigkeit und Zeit werden so optimal eingestellt. Nachdem alle Spraykanäle und Getriebeteile im Innern mit W&H-Activefluid gereinigt und mit Druckluft durchgeblasen wurden, werden die Instrumente mit dem Reinigungsfluid von außen behandelt. Zum Schluss erfolgt die Ölpflege der Getriebeteile. Für den gesamten Prozess benötigt das Gerät lediglich sechs Minuten.

Sterilisation so schnell wie nie

Im Anschluss kommen die Instrumente, je nach Kategorie steril verpackt oder unverpackt, in den Sterilisator. Die neue Lisa verfügt über einen beschleunigten Typ-B-Sterilisationszyklus. Die Trocknungszeit richtet sich nach der jeweiligen Beladungsmenge. Je weniger Instrumente im Tray liegen, desto weniger Zeit wird für den Sterilisations- und Trocknungsprozess benötigt. Die Instrumente werden geschont, weil sie der Hitze weniger lang ausgesetzt sind. Für unverpackte Instrumente hat W&H darüber hinaus einen umweltfreundlichen Schnellzyklus entwickelt, der die komplette Sterilisation innerhalb von 13 Minuten ermöglicht. So stehen mit Assistina 3x3 und Lisa die benötigten Instrumente in Rekordzeit nach insgesamt 19 Minuten für den nächsten Einsatz bereit und das Personal kann umgehend wieder die zahnärztliche Fachassistenz leisten.

19 Minuten
Innerhalb von 19 Minuten reinigen, pflegen und sterilisieren.
Rückverfolgbarkeitssystem
Sicheres Rückverfolgbarkeitssystem mit Fernüberwachung.

Einfache Navigation und Rückverfolgbarkeit

Doch nicht nur die Zyklusoptimierung des neuen Lisa-Autoklaven beschert der Praxis einen Zeitvorteil. Der innovative Farb-Touchscreen mit selbsterklärenden Symbolen und Hilfe-Schaltfläche erlaubt zudem eine schnelle Navigation. Programmeinstellung, Chargendokumentation und Freigabe der Sterilgüter bedürfen nur weniger Fingerberührungen und der Schulungsaufwand für das Gerät bleibt minimal. Mit der automatischen Dokumentation deckt Lisa noch einen weiteren Arbeitsschritt ab, der manuell viel Zeit kostet. Ohne dass Computer oder Software nötig sind, speichert der Sterilisator die Hygieneprotokolle automatisch auf einem USB-Stick.

Mit einer WiFi-Verbindung beweist W&H außerdem echte Zukunftsfähigkeit:

Mithilfe einer eigens entwickelten Lisa Mobile App können die Sterilisationsvorgänge bequem vom Tablet oder Smartphone aus in Echtzeit überwacht und dort gespeichert werden. Dank des umfassenden, intelligenten Rückverfolgbarkeitssystems mit zahlreichen Optionen können Zahnarztpraxen die Hygienedokumentation so individuell auf ihre Bedürfnisse abstimmen. Zusammen bilden Assistina 3x3 und Lisa durch automatisierte Vorgänge und digitale Schnittstellen eine anwenderfreundliche, effiziente Prozesskette für die sichere Instrumentenaufbereitung.

Fazit

Die Zukunft der Zahnarztpraxis liegt in der Automatisierung und Digitalisierung. Computergesteuerte Prozesse stellen eine Erleichterung der täglichen Arbeit dar, sie bieten Sicherheit und Effizienz. Geräte wie Lisa und Assistina 3x3 helfen, einen ausbalancierten, ressourcenschonenden Hygieneworkflow zu schaffen. Bei der Nutzung dieser Möglichkeiten sparen Zahnarzt und Praxisteam wertvolle Zeit, die sie für den Patienten einsetzen können. Das wirkt sich sowohl positiv auf die Patientenzufriedenheit als auch auf die Mitarbeitermotivation aus.