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Implantatplanung mit standardisierten Abstandshaltern
Die Anwendung von intraoperativen Positionierungshilfen in Form von Implantatbohrschablonen ermöglicht dem implantologischen Einsteiger, aber auch dem Experten, ein sicheres Vorgehen für eine zielgerichtete prothetisch orientierte Implantatinsertion. Als Alternative zur zahntechnisch hergestellten Bohrschablone eignet sich das IDC-System als individualisierbares präfabriziertes Schablonensystem. Ein Anwenderbericht von: Dr. Neugebauer, Dr. Karapetian, Dr. Lingohr, Univ.-Prof. Dr. Dr. Zöller (Köln)
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Es hat sich gezeigt, dass für eine optimale Versorgung bei einer angrenzenden Zahnreihe ein Abstand von 1,5 bis 2 mm von Implantat zum Zahn einzuhalten ist. Das Knochenniveau zwischen den Implantaten zeigt sich am stabilsten bei einem Abstand von mindestens 2 bis 3 mm. Diese Abstände gilt es im Wesentlichen bei der Implantatplanung und deren Umsetzung in den Operationen zu berücksichtigen.
Eine Anforderung bei der Implantatplanung stellt nicht nur die Positionierung des Implantates dar, sondern auch der Einfluss des jeweils ausgewählten Implantatdurchmessers, die bei den unterschiedlichen Systemen zwischen 2,8 und 6,5 teilweise sogar bis zu 7 mm variieren können. Das bedeutet für den Anwender, dass die initiale Vorbohrung meistens mit einem 2 mm Spiralbohrer unter Berücksichtigung des endgültigen Implantatdurchmessers gewählt werden muss.
Dies bedeutet, um z. B. einen Abstand bei einem 3,0 und 3,4 mm Implantat von 3 mm zu erreichen, ist ein Abstand der Mittelpunkte von 6,2 mm notwendig. Der angestrebte Abstand von 3 mm zwischen einem 4,5 und 5,5 mm Implantat erfordert jedoch dann eine Distanz von 8 mm für die jeweilige Position der Vorbohrung. Es zeigt sich somit, dass die Kombination von verschiedenen Durchmessern eine relativ komplexe mathematische Aufgabe zur exakten Positionierung dieser Implantatkörper erfordert.
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links: Zentrierbohrung bei Knochendefektin Regio 014 mit Distanzhülse B und Auswahl des Abstandhalters für prothetisch orientierte Position in Regio 015. rechts: Aufnahme der Distanzhülse 2 mit Distanzlehre und Winkelstück.
links: Fixierung der Distanzlehre 2 in Regio 015 mit Zapfen in Position 014. rechts: Implantatinsertion mit Abstand von zwei Prämolarenbreiten zum endständigen Pfeiler in Position 015.
Ein Lösungskonzept stellt die Anwendung des ICD-Systems der Firma W&H dar. Hier wird bei der initialen Vorbohrung mit dem chirurgischen Winkelstück eine Distanzlehre aufgenommen, die über einen Federmechanismus eine Bewegung des Bohrers durch eine Distanzhülse für eine initiale Zentrierbohrung ermöglicht. Die Distanzhülsen für die Zentrierbohrung werden in drei Durchmessern angeboten, sodass für die jeweiligen Implantate ein Abstand zwischen Zahn und Implantat von 2 mm erreicht wird.
Diese initiale Zentrierbohrung eignet sich, um mit einer weiteren Distanzhülse mit einem Zapfen eine Abstandsbohrung durchzuführen. Somit kann für mehrere Implantate der jeweilige Abstand von Implantat zu Implantat präpariert werden. Durch die Darstellung der Abstände in einer Tabelle kann der jeweilige Implantatdurchmesser gewählt werden, der für das vorhandene horizontale Knochenangebot sich optimal darstellt. So kann das Knochenangebot entsprechend den prothetischen Gegebenheiten optimal genutzt werden.
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Quelle: Implantologie Journal der DGZI (Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V.).
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