|
|
|
|
Desinfektion - Wirkung von O3 auf Bakterien
Als Ozontherapie werden Verfahren bezeichnet, bei denen das Gas Ozon, (ein dreiatomiges Sauerstoff-Molekül, O3), eingesetzt wird. Als wissenschaftlich belegt gilt die keimabtötende und desinfizierende Wirkung von Ozon. Wie wirkt nun Ozon – wissenschaftlich gesehen - auf Bakterien?
Ozone (O3) ist ein natürlicher Bestandteil der Luft – allerdings nicht in der Konzentration wie Sauerstoff (O2) mit ~ 21 Vol.-%. Die bakterizide Wirkung von Ozon wird in der Literatur mit 1,5 – 4,9 ppm angegeben, liegt somit 15 bis 49 X über dem MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration). Die empirisch ermittelte Zeit für die Abtötung von Bakterienkolonien liegt allerdings nur bei 6 bis 24 Sekunden, d.h. weit unter dem Limit des MAKs. Der neue OzonGenerator von W&H - Prozone produziert 140 ppm/2 Liter.
|
|
Wirkung von Ozon auf Bakterien
Das Ozonmolekül ist sowohl positiv als auch negativ geladen. Bakterien hingegen sind immer negativ geladen. Der positive Pol des O3 steuert auf die Zellwand einer Bakterie zu mit der Folge, dass die Eiweißstruktur der Zellwände „geknackt“ werden. Menschliche Zellen können ihr Membranpotential ändern, insbesondere sind sie in der Lage, in Bruchteilen einer Sekunde die Zellmembran mit Cholesterin aufzufüllen und damit einer chemischen Attacke zu begegnen.
Menschliche Zellen haben ein strukturiertes Zytoplasma, so genannte Kompartimente. Also ein zusätzlicher Schutz gegen chemische Attacken. Die Ozon-Generatoren, die nach dem Prinzip der „stillen Entladung“ (z.B. Prozone) arbeiten, entfalten ihre Wirkung in dreifacher Hinsicht:
|
|
Oberfläche auf Biofilm
tiefgehend auf Bakterieninfiltrationen, die Mikrozirkulation, die lokale Immunabwehr
sehr tiefgehend, Lymphdrainage, nervale Versorgung, lokale Immunabwehr
|
Wirkung von Ozon auf hartes Gewebe (z.B. Zähne)
|
Der umfassenden Vernichtung von Bakterien, Viren und Sprosspilzen durch Ozon werden Grenzen durch Diffusions-Barrieren gesetzt. Die mechanisch – chemische Aufbereitung des Hartgewebes (z.B. bei Karies) schafft dem Ozongas den Zugang zu den Keimen und garantiert ihre Abtötung. Die ausschließliche Ozon-Anwendung ohne Präparation ist nur dann erfolgreich, wenn das Gas die Bakterien erreicht d.h. bei Caries superficialis auf Glattflächen und flachen, zugänglichen Fissuren.
|
|
|
Wirkung von Ozon im Gewebe
Das Ozongas dringt auch durch die Schleimhaut in das subepitheliale Gewebe ein und attackiert die dort befindlichen Keime in wenigen Sekunden. Während der durch den Zerfall des Ozons freiwerdende atomare Sauerstoff die Bindung zu den Proteinen in den Bakterien – Zellmembranen vollzieht, bleibt als „Rest“ molekularer Sauerstoff übrig. Der molekulare Sauerstoff (O2) wird von den Zellen verbraucht.
|
|
|
|
|