Wiederaufbereitungsräume - vom Entwurf bis zur Umsetzung

Christian Stempf (W&H Hygieneberater) kommt aus der europäischen Dentalindustrie. Er beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Infektionsprävention, wobei sein Schwerpunkt auf der Aufbereitung wiederverwendbarer medizinischer Instrumente und insbesondere auf der Sterilisation sowie der Gestaltung von Aufbereitungsbereichen liegt. Er ist Mitglied des Europäischen Komitees für Normung (CEN-TC102) und an zwei Arbeitsgruppen beteiligt, die sich mit Dampf-Klein-Sterilisatoren und Reinigungs-Desinfektionsgeräten befassen. Durch seine Aktivitäten und seine weltweiten Kontakte zu Hygiene-Experten hat Christian Stempf wertvolle und nützliche Kenntnisse gesammelt, die er in herstellerunabhängigen Vorträgen für Zahnärzte sowie umfassenden Kursen für Zahnarzthelferinnen weitergibt.


W&H Hygienebeauftragter: Beratung, Vorträge und Kurse

Neben dem Angebot von Vorträgen und Kursen für Geschäftspartner und medizinisches Fachpersonal von W&H unterstützt er diese auch bei der Gestaltung von Wiederaufbereitungsräumen. Üblicherweise erhält er einen Grundriss des neuen oder bereits bestehenden Gebäudes und schlägt eine rationale Gestaltung des betreffenden Bereichs vor, wobei er alle Vorgaben, wie Größe, Lage, Türen, Belüftung und vor allem die Art der Geräte, die der Kunde aktuell verwendet oder sich anschaffen möchte, berücksichtigt.

Christian Stempf
Christian Stempf
(W&H Hygienebeauftragter)

Fallbericht: Die Dome MedDental Clinic Dubai

Wiederaufbereitungsraum. Geeignete Größe und Funktionalität.

Den Aufbereitungsbereich deutlicher sichtbar machen

Im Februar 2015 traf sich Christian Stempf mit Dr. Maria Aleksashina und ihrem Mann Philippe Aguilar bei der AEEDC in Dubai. In ausführlichen Beratungen betonte Herr Stempf die Bedeutung der Infektionsprävention und Hygiene für Patienten sowie Personal und erläuterte die Grundprinzipien der Aufbereitung von zahnärztlichen Instrumenten. In seinem Gestaltungsvorschlag berücksichtigte er nicht nur alle „Grundprinzipien zur Gestaltung von Räumen zur Wiederaufbereitung“, sondern betonte auch die Vorteile sichtbarer Aufbereitungsbereiche, die dem Patienten sofort erkennbar machen, dass ihrer Gesundheit und Sicherheit in der Praxis große Bedeutung beigemessen wird.

Entwurf & Gestaltung des Wiederaufbereitungsraumes

Grundprinzipien

  1. Instrumente müssen in einer Richtung von der unreinen Zone zur reinen Zone wandern. Beim Luftstrom muss darauf geachtet werden, dass die Luft nicht von der unreinen Zone in die reine Zone gelangen kann.
  2. Form folgt Funktion: Die Anordnung jedes Teils des Raums richtet sich nach den Aufbereitungsschritten und berücksichtigt Pufferzonen nach Reinigung, Verpackung und Sterilisation.
  3. Einsatzbereit: Nach der Etikettierung werden die Instrumente in Schränken mit Doppelglastüren aufbewahrt.

Sauberkeit und Sicherheit

Nach einer intensiven Bauphase wurde die Praxis von Dr. Aleksashina im Oktober 2015 eröffnet. Die von Christian Stempf vorgeschlagene Gestaltung des Aufbereitungsbereichs wurde 1:1 umgesetzt. Die optimale und offene Gestaltung sowie die perfekte Anordnung der Aufbereitungsgeräte ermöglicht nicht nur dem Praxisteam effizientes Arbeiten, sondern zeigt auch den Patienten, dass das Thema Hygiene sehr ernst genommen wird. Die professionelle Gestaltung überzeugte auch die DHA (Dubai Health Authority). Bei einer Betriebsprüfung wurde die Praxis allen gesetzlichen Anforderungen gerecht, wobei der Prüfer die tolle Umsetzung hervorhob. Bestätigt durch die reibungslose Inspektion ist das Thema Hygiene ein wichtiges Aushängeschild der Zahnarztpraxis, was den Patienten das Gefühl von Sauberkeit und Sicherheit gibt.

Seifenspender, hydroalkoholische Lösung, Maske und Handschuhe.
Von der reinen zur unreinen Zone geführter Luftstrom.
Automatische berührungslose Tür.