Vorteile des Implantmed bei der Implantatversorgung

„Technik, Funktion und Design sind sehr gelungen“

Dr. Karl-Ludwig Ackermann im Interview zum neuen Implantologiemotor Implantmed von W&H

Der in Filderstadt (Deutschland) niedergelassene Oralchirurg Dr. Karl-Ludwig Ackermann lehrt an zwei Hochschulen Implantologie und ästhetische Zahnheilkunde. In 38 Jahren hat er mehrere Tausend Implantate gesetzt. Seit Herbst 2016 arbeitet Ackermann mit dem neuen, weiter entwickelten Implantologiemotor Implantmed von W&H.

Einfache Bedienung, sichere und wirtschaftliche Behandlung

Wie implantiert es sich mit dem neuen Implantmed?

Dr. Ackermann: Das Gerät ist im Detail, aber auch insgesamt sehr gelungen. Hervorheben möchte ich den kabellosen Fußanlasser, mit dem es ohne lästige Kabel steuerbar ist. Durch seine Abmessungen und ergonomische Gestaltung ist das Implantmed hervorragend in die implantologische Praxis integrierbar. Das Design finde ich ebenfalls sehr anmutend.

Worin besteht der konkrete Nutzen?

Dr. Ackermann: Beim neuen Implantmed hat der Hersteller W&H eine ganze Reihe von technischen Merkmalen weiter entwickelt, zum Beispiel die komfortablen Instrumentenablagen und die sauber gelöste Kühlmittelzufuhr: Der Schlauch ist sehr einfach einzulegen. Einzigartig ist das andockbare W&H Osstell ISQ Modul zur Messung der Implantatstabilität. Damit lässt sich als Ergänzung zum Eindrehmoment die Stabilität eines Implantats zu jedem Zeitpunkt bestimmen. Das ist unter anderem für die Wahl des sicheren Belastungszeitpunkts wichtig und macht die prothetische Behandlung besser voraussagbar.

Einfache Bedienung, ...

Wurde auch die Bedienung verbessert?

Dr. Ackermann: Die Menüführung über den Touchscreen ist sehr durchdacht. Alle Funktionen sind leicht anwählbar. Sie können schnell an das jeweils verwendete Implantatsystem und behandlungsspezifische Einstellungspräferenzen angepasst werden. Das gilt für bis zu sechs Nutzer in einer größeren Praxis oder einer Klinik. Alle Daten lassen sich patienten- und implantatbezogen auf Datenträger speichern. Wir implantologisch Tätigen sind damit auch forensisch auf der sicheren Seite.

Der Hersteller W&H bietet nicht nur Chirurgiegeräte, sondern auch die zugehörigen Übertragungsinstrumente. Warum sind diese wichtig?

Dr. Ackermann: Für eine sichere Behandlung sind Instrumente mit steriler Kühlmittelzufuhr absolut notwendig. Die Hand- und Winkelstücke von W&H erfüllen alle behandlungsbezogenen und hygienischen Anforderungen. Außerdem hat das Implantologie-Winkelstück WS-75 L mit der Übersetzung 20:1 ein besonderes, patentiertes Hexagon-Spannsystem: Bei hoher Kraftübertragung, zum Beispiel bei der Präparation des Implantatlagers oder beim Eindrehen von Implantaten in dichten Knochen, bleiben Spannfutter und Bohrerschaft intakt. Hohe Reparaturkosten werden so vermieden.

...sichere und wirtschaftliche Behandlung

Wirtschaftlichkeit und Effizienz gehören für Sie dazu?

Dr. Ackermann: Ja, die außergewöhnlich robuste Übertragungstechnik ist ein Beitrag zum ergonomischen und sicheren Arbeiten mit dem Implantmed und den angeschlossenen Zusatzgeräten. Zusätzlich trägt sie natürlich zur Kosteneffizienz bei. Der folgende Fallbericht zeigt, wie die vorgenannten maschinenbezogenen Charakteristika bei einer Implantatversorgung in der Oberkieferfront nutzbar sind. Hier habe ich ergänzend das W&H Osstell ISQ Modul zur Messung der Implantatstabilität verwendet.


Fallbericht: Einzelimplantationen für eine Zirkonoxidbrücke in der Oberkieferfront

Eine 67-jährige Patientin stellt sich mit endodontischen Problemen und Gingivitis um ihre prothetische Versorgung im Oberkiefer vor. Die Zähne 21, 22 und 23 tragen verblockte Kronen, die über ein Geschiebe (siehe Abbildung) mit Implantaten an den Positionen 12/11 verbunden sind.

Pilotbohrung für ein Implantat
Zwei Monate nach Extraktion der Zähne 21 und 22 erfolgt an Position 22 die Pilotbohrung für ein Implantat mit dem neuen Implantmed und dem Winkelstück WS-75 L (Programm P2, Übersetzung 20:1).

Geplant ist eine Zirkonoxidbrücke auf den vorhandenen Implantaten an den Positionen 12 und 11 und zwei neuen Implantaten an den Positionen 22 und 23. Implantation und prothetische Versorgung sollen schrittweise und in Kombination mit gesteuerter Knochenregeneration erfolgen.

Für den kompletten Fallbericht bitte hier klicken:

Einzelimplantationen für eine Zirkonoxidbrücke

Foto: © Ackermann/Kirsch/Neuendorff